Allerlei - Offenes Singen 2016

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Allerlei

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Heimat
Anni Gantenbein, Grabs/Buchs

1. Hüt chunnt me gwüss wit umenand,
me reist vu eim zum andere Land.
Fahrt me in Süde, norde, Oschte oder Weschte,
z Grabs gfallts eim ällewil am beschte.

2. Erscht i dr Frömdi cho me gonz erkenne,
was mir soe eifach toen Heimat nenne.
Do simmer geborge, do ghöremer hi,
neäne sus chunn mer soe glücklig si.

3. Was git’s denn do bsundrigs,
was gfallt üs denn do?
Isch es üsere Husberg, dr Margelchopf,
wo üs soe fessle cho?

4. D Natur tuet jede Früehlig erwache,
drum chummer schnufe, läbe, singe, lache.
Es blühen Wiese, Felder, Aue,
druf wenn mer üseri Zukunft baue.

5. Mir gnüssen üsere Alpewelt,
defür gäb menge en Hufe Geld.
Mir wanderen über Stock und Stei,
Hektik und Stress lunn mir dehei.

6. Dr Voralpsee idyllisch und chli
ladet zum Fische und Bade i.
Dr stolz‘ Schlösslichopf spiegelt si im See,
mir schätzen die Rueh und dr Friede
e längeri meh.

7. I dr Freizit henn mir kei Problem,
mit dem Velo fahren mir ganz bequem
uf de Nebetstrosse und entlang em Rhi,
das begeischtert Groess und Chli.

8. O im Winter hesch du din Gspass,
der ei chlogget gern en zünftige Jass,
der ander versuecht s Glück uf de Bretter,
für jede ötschis, je nach Wetter.
9. En Leckerbisse vu bsunderer Art
isch sicher e rassige Galfer Abfahrt.
Und stiegsch du sogär no ui uf Gamperney,
wird de Blick uf s ganz Rhintal frei.

10. S Grabser Wasser, frisch ab dr Quell,
es flüsst suber, klar und hell.
Me cha’s trinke ab em Hahne,
s git kei Buchweh und kein Fahne.

11. Berühmt im Werdeberg isch der Pföe,
wenn’s überall regnet, isch es bi üs no schöe.
Um alli Egge tuet er pfife
und lot d Trube und der Türgge rife.

12. I üsere no überschaubare Gmei
bisch du no Mensch, bisch du dehei.
Me kennt eim no, seit allne du,
versuecht drum o enand z verstu.

13. Dr Traum vom Hus wird no für vieli wohr,
es werden meh, vu Johr zu Johr.
Mir mögen’s allne gunne
wo bi üs z Grabs henn d Heimat gfunne.



s Chörbliwasser
Anni Gantenbein, Grabserberg

Wenn s di uf em Mage tuet trugge
Un es zwiggt di derzue o no am Rugge,
hescht en offes Bei oder sus ötschwo e Wunne,
vilicht sogär der Chopf iipunne,
churzum, es cha der weä toe wos der will
un d Medizin vum Toggter nützt gad o numme vil,
denn muescht gär nüd lang umepfuttere,
nimmscht allpot en waggere Schlugg dervu
un scho gli wört s der wider besser gu.

Chörbliwasser brennt me us Chrut wo so guet schmeggt,
as es eim wider all Lebesgeischter weggt.
Me tarsch o uni witersch de Gofe gi,
s ischt nämli gär ken Alkohol dri.
Jetz frogen d Lüt sicher ganz gwünnrig,
wo men ächt das Wasser überchömm, das bsunnrig.
Es ischt nid schwär, das Örtli z finne,
am Grabserberg lit s, eäner e chli hinne.
Unnerwis heisst s, en Huffe Lüt wüssen das,
döt git s Chörbliwasser, wenn t wotscht, e ganzes Fass.

Dr Margelchopf
Annakäthy Rutz

Dr Margelchopf, der stolzi Bärg –
er weiss gwüss viel z verzellä:
Vom Rhy, wo majestätisch flüsst dur’s Tal –
vom Pföa, wo mängem würd zur Qual.
Vu Göfer, wo voll Frohsinn zuenem chunn gu Grüezi sägä,
und sogär sälber toeän ihräs Rucksäckli träga.
Vu schöenä Täg – un – o vu onnärä -
vu aller gatig Lüüt, wo toeän wandärä.
Dr Berg stoht do, scho viel tuusig Johr.
Er kriegt und kriegt kei graui Hoor.
Ewig jung isch er bliibä,
und mängem Wanderer, wo chunnt vur Frömdi zrugg,
hät’s fascht  s Wasser i d Ogä tribä,
spaziert er über d Chilbibrugg.
Er luegät – gsiät der Margelchopf – und weiss:
Jetz isch er z Grabs – am End vu sinärä Reis.


 
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